Rhue Morton: Die Welle
- Rahel Rebholz

- 22. Sept. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Das Buch, welches ich besitze, ist aktuell bei Weltbild nicht mehr erhältlich. Verlinkt ist eine etwas andere Version.
Seitenzahl: 180
Preis: CHF 14.90
Bestellnummer Weltbild: 484844

Text auf dem Buchrücken:
Wie entsteht Faschismus?
Ein junger Lehrer entschliesst sich zu einem ungewöhnlichen Experiment. Er möchte seinen Schülern beweisen, dass Anfälligkeit für faschistoides Handeln und Denken immer und überall vorhanden ist. Doch die «Bewegung», die er auslöst, droht ihn und sein Vorhaben zu überrollen: Das Experiment gerät ausser Kontrolle.
Mein Feedback:
Das Buch ist sehr dünn und daher schnell gelesen. Die Kapitel sind meist um die zehn Seiten lang. Vor jedem neuen Kapitel ist ein Bild aus der Nazizeit auf einer ganzen Seite abgebildet. Zudem gibt es auch zwischen dem Text immer wieder Abbildungen vom Logo der Welle. Das hat mich persönlich beim Lesen eher gestört, da es nicht im Zusammenhang mit dem Text stand. Ich habe mich etwas gefühlt, als würde ich ein Buch für Kinder lesen, in dem es Abbildungen zum Verständnis braucht. Abgesehen von der Aufmachung des Buches hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Obwohl es eine so kurze Geschichte ist, beinhaltet sie alles Notwendige. Als Leser erhalte ich ein Gefühl dafür, wie sich die Schüler vom Experiment mitreissen lassen und woher die Begeisterung für die neue Bewegung kommt. Auch der Lehrer steigert sich zu sehr in sein Projekt hinein und verliert sein eigentliches Ziel aus den Augen. Das Buch zeigt gut auf, wie schnell sich besonders junge Menschen beeinflussen lassen. Aus meiner Sicht kann jeder etwas aus diesem Buch lernen. Für mich ist es eine absolute Empfehlung, die Geschichte einmal gelesen zu haben.
Der Film «Die Welle» ist auf Netflix erhältlich und ebenfalls sehr empfehlenswert. Auch hier kann man sich als Zuschauer gut in die Charaktere hineinversetzen. Besonders das Ende der Verfilmung ist sehr eindrucksvoll. Dieses weicht allerdings vom Ende im Roman ab, was ich schade finde. Mir persönlich gefällt das Ende vom Film sogar besser, obwohl es sicherlich das Worst-Case-Szenario der Bewegung zeigt.




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