Hoover Colleen: Nur noch ein einziges Mal - It ends with us
- Rahel Rebholz

- 7. Feb. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Seitenzahl: 400
Preis: CHF 18.95
Bestellnummer: 129781097

Text auf dem Buchrücken:
Manchmal verletzen dich die am tiefsten, die du am meisten liebst...
Als Lily nach Boston zieht, scheinen all ihre Träume wahr zu werden: eine neue Stadt, der Start ins Berufsleben und dann noch Ryle - attraktiv, wohlhabend und bis über beide Ohren in Lily verliebt. Vergessen ist ihre schwierige Kindheit. Vergessen auch Atlas, ihre erste Liebe. Doch dann trifft Lily zufällig Atlas wieder, und auf einmal zeigt Ryle sich von einer Seite, die sie niemals von ihm erwartet hätte.
Mein Feedback:
Nachdem mich Colleen Hoover nun schon zweimal davon überzeugt hat, dass nicht jeder Liebesroman zwingend langweilig ist, dachte ich, ich gebe dem Ganzen noch eine dritte Chance. Und wieder hat sich mich überzeugt: "Nur noch ein einziges Mal" war definitiv nicht langweilig.
Im Buch werden eigentlich zwei Geschichten erzählt. Einmal geht es um die fünfzehnjährige Lily, die mit häuslicher Gewalt durch ihren Vater aufwächst und sich in einen obdachlosen Schulkameraden kümmert, in den sie sich (oh wunder) verliebt. Auf die Liebesstory hätte ich persönlich verzichten können, allerdings hat mich der Rest absolut begeistert. Einerseits wird mir als Leserin die Sicht von einem Kind klar, welches mit Gewalt im eigenen Zuhause aufwachsen muss und andererseits wird wunderschön aufgezeigt, wie sich alle Schülerinnen und Schüler in Atlas getäuscht haben: der nicht gut riechende Schüler, der sich anscheinend zu wenig pflegt, der in Wahrheit aber allein in einem verlassenen Haus ohne Strom oder fliessendem Wasser wohnt. Andererseits wird die Geschichte einer älteren Lily erzählt, die Ryle kennenlernt, an dem alles perfekt scheint. Bis zu dem Punkt, an dem Eifersucht ins Spiel kommt und auch Lily die Erfahrung machen muss, die ihre Mutter Jahre zuvor mit ihrem Vater durchleben musste. Colleen Hoover hat es mit diesem Buch geschafft, aufzuzeigen, dass es für betroffene Frauen nicht einfach ist, einen Freund oder Ehemann, der sie gewalttätig behandelt, einfach so zu verlassen. Auch Lily selbst hat während dem Buch bemerkt, dass sie ihrer eigenen Mutter jahrelang vorgeworfen hat, was sie nun selbst tut. Während der Geschichte konnte man mit Lily mitfühlen und konnte ihre Entscheidung mindestens bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. In einer spannenden Geschichte verpackt, schafft es die Autorin, mehrere sehr wichtige und ernste Themen anzusprechen.



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