Follett Ken: Never - die letzte Entscheidung
- Rahel Rebholz

- 10. Aug. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Seitenzahl: 876
Preis: CHF 44.95
Bestellnummer Weltbild: 137143183

Text auf dem Buchrücken:
«Jede Katastrophe beginnt mit einem kleinen Problem, das nicht gelöst wird.» Das ist die Überzeugung der amerikanischen Präsidentin Pauline Green. Auch ihre eigenen Probleme beginnen im Kleinen – bei ihrer Tochter, die in der Schule auffällig geworden ist, und der Forderung ihres Ehemanns, sich mehr um sie zu kümmern. Doch woher soll Pauline die Zeit nehmen, wenn um sie herum die Welt im Aufruhr ist?
Eine austrocknende Oase in der Wüste Sahara. Eine gestohlene amerikanische Drohne. Eine unbewohnte japanische Insel. Und das geheime Streben eines Landes nach tödlichen Chemiewaffen – all dies spielt eine Rolle in der sich unaufhaltsam zuspitzenden Krise. Sie zu verhindern bemühen sich eine junge Geheimdienstoffizierin, ein Spion, der undercover gegen Dschihadisten kämpft, ein brillanter chinesischer Spionagemeister – und Pauline selbst.
Mein Feedback:
Um es gleich zu Beginn zu sagen: "Never" ist mit über 850 Seiten definitiv kein kurzes Buch. Die Kapitel sind meist zwischen 20 und 30 Seiten lang und somit auch nicht gerade schnell gelesen. Das Buch erzählt die folgenden vier Geschichten;
- Pauline Green, die Präsidentin der USA, welche mit allen Mitteln versucht, einen Krieg zu verhindern.
- Kai Chang, Vizeminister für Internationale Information in China, welcher den Staatspräsidenten Chinas von einem Krieg abzuhalten versucht.
- Tamara Levit und Tabadar Sadoul, welche beide in N'Djamena (Afrika) leben und für einen Geheimdienst arbeiten. Ihr Job ist es, Terrorgruppen, wie den ISGS, aufzuspüren und zu Fall zu bringen.
- Abdul, der als amerikanischer Spion im Auftrag von Tamara agiert und einer Drogenladung des ISGS folgt und dabei in einem Flüchtlingstransport landet, wo er die verwitwete Afrikanerin Kiah und ihren zweijährigen Sohn Naji kennenlernt.
Die jeweiligen Geschichten geraten nur begrenzt ineinander, was es komplizierter macht, den Überblick zu behalten. Zudem sind besonders die chinesischen Namen sehr schwer zu unterscheiden. Hauptsächlich geht es im Buch um Politik, was an sich sehr spannend, aber auch nicht immer ganz leicht nachvollziehbar ist. Zu Beginn mochte ich das Buch aus den genannten Gründen nicht, circa ab der Mitte hat sich das aber geändert. Die Figuren wachsen einem ans Herz und die Story wird immer spannender. Es ist interessant zu sehen, wie schnell ein Krieg entfachen kann, obwohl viele Parteien lieber Frieden hätten. Die getroffenen Entscheidungen der Landespräsidenten sind alle nachvollziehbar und doch denkt man darüber nach, ob es die richtige Entscheidung war. Generell schafft es Ken Follett, einen neuen Blickwinkel für viele politische Angelegenheiten anzuregen.
Im Nachhinein kann ich das Buch empfehlen, allerdings muss man sich bewusst sein, dass es kein einfaches Buch ist und man bei der Sache sein muss. Für Leseratten und politisch interessierte Personen könnte "Never" sehr spannend sein. Mein einziger grosser Kritikpunkt liegt beim stolzen Preis von CHF 44.95, den ich viel zu hoch finde.




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