Brand Christine: Blind
- Rahel Rebholz

- 15. Juni 2022
- 2 Min. Lesezeit
Seitenzahl: 443
Preis: CHF 16.90
Bestellnummer Weltbild: 132416652

Text auf dem Buchrücken:
Ein Verbrechen ist geschehen.
Du bist dir ganz sicher.
Du bist der einzige Zeuge.
Doch niemand glaubt dir.
Nathaniel hört einen Schrei, dann bricht die Verbindung ab. Gerade noch telefonierte er mit einer Frau. Eine anonyme App verband die beiden, die Frau half Nathaniel dabei, das richtige Hemd zu wählen. Denn Nathaniel ist blind. Aber der Schrei klang eindeutig. Was, wenn der Frau etwas angetan wurde? Er ist sich sicher: Etwas Schlimmes ist geschehen. Doch keiner glaubt ihm, es gibt keine Beweise, keine Spur. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, macht sich Nathaniel selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Er ahnt nicht, dass er für die fremde Frau die einzige Chance sein könnte – oder ihr Untergang …
Mein Feedback:
Der Kriminalroman von Christine Brand wurde mir von meinem Bekanntenkreis empfohlen. Das Buch ist mit seinen über 400 Seiten relativ dick, was mir persönlich gefällt. Die Kapitel sind ziemlich kurz, was ich beim Lesen mochte. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir zugesagt. Die Geschichte wird nicht immer aus der gleichen Perspektive erzählt, sondern entweder aus Sicht vom blinden Nathaniel, der Journalistin Milla, einem der Polizisten, oder dem schwangeren Opfer Carole. Das bietet Abwechslung und macht es teilweise schwieriger, die Situation einzuschätzen. Lange weiss man beispielsweise nicht, ob Nathaniel wirklich «nur» ein Zeuge ist, oder ob er selbst mit der Tat in Verbindung steht. Dass eine der Hauptfiguren blind ist, hat mich sehr angesprochen. Es war interessant, vom Leben eines Blinden zu lesen und wie er sich mit seiner Hündin durch den Alltag kämpft. Zudem wurde am Rande die eigene Geschichte von Nathaniel erzählt, denn dieser war als kleiner Junge ebenfalls Opfer eines Verbrechens. Mir gefiel als einziger negativer Punkt nicht, dass sehr viele Zufälle in der Geschichte vorkommen. Die Akteure sind sich zufällig bereits begegnet und natürlich kennen sich alle. Das fand ich etwas unrealistisch. Auch fand ich die Spannung zu Beginn nicht genug hoch. Ungefähr ab der Mitte des Buches änderte sich das deutlich, ab da konnte ich fast nicht mehr aufhören zu lesen.
Generell hat sich die Empfehlung meiner Bekannten gelohnt und auch ich würde das Buch weiterempfehlen. "Blind" ist zu einem meiner liebsten Bücher geworden.
«Blind» ist der erste Teil der «Milla-Nova-Reihe» von Christine Brand. Die weiteren Titel, welche ich bisher noch nicht gelesen habe, lauten:
1. Blind
2. Die Patientin
3. Der Bruder
4. Der Unbekannte




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