Boyne John: Die Geschichte eines Lügners
- Rahel Rebholz

- 27. Juli 2022
- 2 Min. Lesezeit
Seitenzahl: 423
Preis: CHF 16.50
Bestellnummer Weltbild: 140438565

Text auf dem Buchrücken:
Mit der richtigen Geschichte liegt dir die Welt zu Füssen.
Nichts wünscht sich Maurice Swift mehr, als ein berühmter Schriftsteller zu sein. Er träumt vom ganz grossen Erfolg und bringt alles mit, was es dazu braucht. Fast alles. Er kann schreiben, hat Stil und eine einnehmende Aura – ihm fehlt nur eine gute Geschichte. Bis er den gefeierten Romanautor Erich Ackermann kennenlernt, der ihm im Vertrauen den dunklen Fleck seines Lebens verrät. Maurice wittert seine Chance, egal, was das für Erich bedeutet …
Mein Feedback:
Der Roman von Boyne besteht aus drei Teilen und zwei Zwischenspielen. Diese gehören zwar zueinander, da es überall um das Leben von Maurice Swift geht, spielen aber jeweils in einer ganz anderen Zeit seines Lebens. Der Text auf dem Buchrücken beschreibt beispielsweise nur den ersten Teil, als Maurice noch sehr jung war. Die ersten beiden Teile werden aus Sicht von Nebenfiguren, einmal aus der von Erich Ackermann und einmal aus der von Swifts Ehefrau, erzählt. Der letzte Teil wird dann vom Protagonisten selbst erzählt. Die abwechselnde Sichtweise fand ich gut, da im letzten Teil auch nochmals auf die vorderen Geschehnisse Bezug genommen wurde und wir so die Geschichte von beiden Beteiligten erfahren haben. Dass es eher fünf verschiedene Geschichten aus dem Leben einer Person sind, als eine zusammenhängende Geschichte, hat mich nicht gestört. Der Autor schaffte es immer wieder, Spannung in das Buch zu bringen, da beispielsweise die Lebensgeschichte von Erich Ackermann oder die Todesursache von Swifts Sohn nur Stück für Stück enthüllt werden. Wie immer hat mir auch der Schreibstil von John Boyne besonders gefallen.
Gesamthaft finde ich nicht, dass «Die Geschichte eines Lügners» das beste Buch von Boyne ist, kann es aber trotzdem weiterempfehlen. Mit über 400 Seiten ist das Buch vor allem für Personen geeignet, die gerne dicke Bücher lesen.




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