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Asher Jay: Tote Mädchen lügen nicht

  • Autorenbild: Rahel Rebholz
    Rahel Rebholz
  • 3. Nov. 2021
  • 2 Min. Lesezeit

Seitenzahl: 283

Preis: CHF 16.90

Bestellnummer Weltbild: 6069983


Text auf dem Buchrücken:

Man kann die Zukunft nicht stoppen,

man kann die Zeit nicht zurückspulen –

doch wer auf Play drückt,

erfährt die Wahrheit.


Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf «Play» - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt, 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon…


Mein Feedback:

Pro Kapitel geht es um eine Kassettenseite, die sich Clay anhört. Die Kapitel sind aber unterschiedlich lang. Mir gefällt sehr gut, dass mit den Zeichen für "Play", "Pause" und "Spulen" gearbeitet wird. So ist immer klar, ob sich Clay gerade eine Kassette anhört und wann er diese pausiert. Die Geschichte behandelt sehr sensible Themen wie Mobbing, Vergewaltigung und Selbstmord. Ich finde die Aufmachung und die Idee sehr gut. Die Charaktere finde ich abwechslungsreich und gut gelungen. Vor allem gefällt mir, wie sich die Betroffenen zusammenschliessen und sich gegenseitig helfen. Ich habe aber zu bemängeln, dass einige der 13 «Schuldigen» nicht auf die Liste gehören sollten. Es werden Gründe für den Selbstmord genannt, welche aus meiner Sicht nicht als solche behandelt werden sollten, besonders im Fall von Clay. Ich finde es etwas heikel, diese Gründe zu verharmlosen und als Vorwand zu nennen, sich das Leben zu nehmen. Vom Buch abraten würde ich Personen, die Mühe mit den angesprochenen Themen haben. Interessieren einen solche Fälle, ist es aber eine Empfehlung.


Zum Buch gibt es eine Serie, welche auf Netflix geschaut werden kann. Die erste Staffel bezieht sich auf die Geschichte des Romans. Ich habe die komplette Serie gesehen und fand sie gut. Allerdings weichen einige relevante Fakten vom Buch ab, was mich irritiert hat. Die Sicht auf Hannah Bakers Tod wird dadurch meines Erachtens stark verändert. Auch die Serie ist nicht empfehlenswert, wenn man mit den genannten Themen Probleme hat, da diese offen gezeigt werden. Besonders das Ende der Serie ist nichts für schwache Nerven, da der Selbstmord von Hannah ohne Zensierung gezeigt wird.

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