Boyne John: Mein Bruder heisst Jessica
- Rahel Rebholz

- 9. Feb. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Seitenzahl: 250
Preis: CHF 21.90
Bestellnummer Weltbild: 132672608

Text auf dem Buchrücken:
«Du bist der beste Bruder auf der Welt, Jason.»
«Und genau da liegt das Problem, Sam. Ich glaube, ich bin überhaupt nicht dein Bruder. Ich bin mir sogar so gut wie sicher, dass ich deine Schwester bin.»
Sam Wavers grosser Bruder, Jason, war immer für ihn da. Sam vergöttert Jason, der das Leben voll im Griff hat. Er ist nett, beliebt, supergut im Fussball, und die Mädchen stehen Schlage für ein Date. Doch eines Tages teilt er Sam und seinen Eltern mit, dass er schon seit langem mit einem Geheimnis kämpft. Ein Geheimnis, das bald die ganze Familie auseinanderzureissen droht. Seine Eltern wollen nichts davon wissen, und Sam versteht es einfach nicht. Wieso kann nicht einfach alles so sein wie früher? Und gibt es vielleicht etwas, das den Menschen, den Sam so vermisst, wieder zurückbringt?
Mein Feedback:
In der Geschichte von John Boyne geht es um die Transsexualität von Jason respektive Jessica und es behandelt somit ein hochaktuelles Thema unserer Gesellschaft. Die Handlungen werden aber aus Sicht von dessen jüngerem Bruder Sam erzählt. Dadurch erhalten wir den Einblick eines Nahestehenden, welcher seinen Bruder liebt und doch nicht richtig akzeptieren kann, dass dieser sich so drastisch verändern will. Ich hätte es bevorzugt, die Geschichte aus Sicht von Jason/Jessica zu lesen, finde aber den neuen Blickwinkel auch sehr spannend. Meiner Meinung nach geht es im Buch zu wenig um das wirkliche Thema Transsexualität, sondern mehr um das Unverständnis der Eltern und die Art, wie Sam darüber denkt. Oft wird erzählt, wie es Sam in der Schule geht oder wie die Eltern nur auf die Arbeit fokussiert sind. Das fand ich nicht so interessant und dementsprechend schade.
Im Grossen und Ganzen finde ich das Buch gut, aber nicht ganz gelungen. Ich bin ein grosser Fan von John Boyne und interessiere mich sehr für solche Themen, allerdings hätte ich mir mehr vom Buch erhofft. Auch der Schreibstil vom Autor hat mich in seinen anderen Werken mehr überzeugt. Trotzdem finde ich es gut, hat er versucht, ein aktuelles und wichtiges Thema aufzugreifen.




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