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Boyne John: Cyril Avery

  • Autorenbild: Rahel Rebholz
    Rahel Rebholz
  • 10. Jan. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Seitenzahl: 733

Preis: CHF 17.90

Bestellnummer Weltbild: 107809063


Cyril Avery, John Boyne

Text auf dem Buchrücken:

Schon vor seiner Geburt steht Cyril Averys Leben unter einem ungünstigen Stern. Als uneheliches Kind hat er keinen Platz in der konservativen irischen Gesellschaft der 1940er Jahre. Ein exzentrisches Dubliner Ehepaar nimmt ihn schliesslich bei sich auf, doch auch dort fühlt er sich nicht zu Hause. Bis eines Tages ein Junge im Hausflur steht - und mit ihm ein Abenteuer beginnt, das Cyril genau das finden lässt, wonach er immer gesucht hat: seinen Platz in dieser verrückten Welt.


Mein Feedback:

Um es gleich vorab zu sagen: "Cyril Avery" gehört klar zu den dicksten Büchern, die ich bisher gelesen habe. Mit mehr als 700 Seiten eignet sich das Buch wahrscheinlich nur für wirkliche Leseratten.


Die ganze Geschichte erzählt im Grunde das Leben von Cyril. Dies beginnt noch vor seiner Geburt, indem er schildert, wie seine schwangere Mutter nach Dublin kam. Die ganze Story wird aus der Sicht von Cyril selbst erzählt, was ich gut fand. Dadurch konnte ich mir ein genaueres Bild über seine Gedanken machen. Das Hauptthema des Buches ist die Homosexualität von Cyril. Das Thema selbst hat mir gut gefallen und ich fand auch die Umsetzung von John Boyne gelungen. Es wird klar, dass es für homosexuelle Menschen im damals sehr katholischen Irland extrem schwer war und viele Menschen kein Recht auf Glück hatten. Auch hat der Autor schön dargestellt, wie sich das in verschiedenen Ländern unterschied. So war Cyril beispielsweise einige Jahre in Amsterdam, wo sein Lebensstil kein Problem darstellte. Auch wird gezeigt, dass sich in Irland im Laufe der Jahre einiges geändert hat. Während seines ganzen Lebens spielt die leibliche Mutter von Cyril immer wieder eine kleine Rolle, ohne dass er sich ihrer Identität bewusst ist. Das fand ich sehr unrealistisch. Besonders als er ins Ausland ging und sie dort auch einen gemeinsamen Freund hatten und beide in einen tragischen Unfall verwickelt werden. Generell habe ich einen Spannungsbogen in der Geschichte vermisst. Das Buch ist nicht langweilig, aber auch nicht sehr spannend.


Alles in allem fand ich die Geschichte in Ordnung. Ich weiss nicht, ob ich sie nochmals lesen würde, besonders weil es über 700 Seiten sind.



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